Wandmalerei 1978–2013

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Als Gün­ther Förg am 5.12.2013 ver­starb, hat­te er im sel­ben Jahr stets noch inten­siv an einem Werk­ver­zeich­nis sei­ner Wand­ma­le­rei gear­bei­tet, das er jedoch nicht mehr voll­enden konn­te. Die Wand­ma­le­rei­en von Gün­ther Förg sind einer der zen­tra­len Aspek­te sei­nes gesam­ten künst­le­ri­schen Schaf­fens. Sie haben ihm vie­ler­lei Prä­sen­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten eröff­net, lie­ßen sich mit foto­gra­fi­schen wie male­ri­schen Arbei­ten kom­bi­nie­ren und waren stets als Klä­rung des Raums, als Rhyth­mus­ge­ber für des­sen inne­re Struk­tur gedacht.

Dabei hat er den gro­ßen his­to­ri­schen Vor­gän­gern, ob nun Male­witsch, Roth­ko oder Paler­mo, in sei­ner leicht­füs­si­gen Aneig­nung in nichts nach­ge­stan­den, ja war ihnen sol­cher­art viel­leicht hin und wie­der auch über­le­gen. Jeden­falls benei­den ihn heu­te nicht weni­ge sei­ner gleich­alt­ri­gen Künst­ler- kol­le­gen dafür, wann und wie er mit ein­zel­nen Räu­men sowie gan­zen Raum­fluch­ten sou­ve­rän umzu­ge­hen wuss­te.

1986 hat Max Wechs­ler anläss­lich von Gün­ther Förgs Aus­stel­lung in der Ber­ner Kunst­hal­le in der Zei­tung “Vater­land” geschrie­ben, dass “sich Raum­ge­stal­tung und Bild­prä­sen­ta­ti­on ganz selbst­ver­ständ­lich durch­drin­gen. Die Räu­me atmen vor­erst eine küh­le, gera­de­zu design­haf­te Ele­ganz, die jen­seits von Bedeu­tun­gen die ein­zig­ar­ti­ge Archi­tek­tur der Kunst­hal­le zum Tra­gen bringt und zu einer Art Fla­nie­ren ein­lädt. Doch all­mäh­lich wird das Kal­kül der Insze­nie­rung wirk­sam, und die über­stei­ger­te Prä­senz der Räu­me beginnt aus-zustrah­len, ande­re Räu­me zu eröff­nen: Ein­bli­cke und Aus­bli­cke. Es wer­den Struk­tu­ren wirk­sam, Stim­mun­gen beschwo­ren und Gefüh­le geweckt; es eröff­net sich ein kom­ple­xes Sys­tem von Bezie­hun­gen, die das Gan­ze gleich­zei­tig auf­bre­chen und zusam­men­hal­ten.”

Der vor­lie­gen­de Band greift nun die vom Künst­ler geführ­ten Klad­den auf und fak­si­mi­liert die­se. Ein Werk­ver­zeich­nis muss einer spä­te­ren, sorg­fäl­ti­gen wis­sen­schaft­li­chen Bear­bei­tung vor­be­hal­ten blei­ben. Was die­se Publi­ka­ti­on jedoch leis­ten möch­te, ist ein ers­ter sum­ma­ri­scher Ein­blick in die­sen fun­da­men­ta­len und zugleich unge­mein umfang­rei­chen Werk­as­pekt. Dazu wur­den die von Gün­ther Förg hand­schrift­lich kor­ri­gier­ten Daten­blät­ter sorg­fäl­tig fak­si­mi­liert und eini­ge Bogen um annä­hernd iden­ti­sche Farb­pro­ben ergänzt.

Aus­stel­lung: Deich­tor­hal­len Ham­burg, 31/7 bis 25/10/2015

EAN

9783864421303

ISBN

978-3-86442-130-3

Seitenzahl

368

Erscheinungsjahr

Einbandart

Artikelnummer: liawolf-9783864421303 Kategorien: , Schlüsselworte: ,
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